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Unsere Schule

Chronik

Die Geschichte der deutschen Schulen in Peking ist ein Spiegelbild der wechselvollen deutsch-chinesischen Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert.

Gegründet 1914 kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat die erste deutsche Schule Pekings unter unterschiedlichen politischen und ideologischen Vorgaben bis 1945/6 Bestand. Mit der Gründung der Volksrepublik China 1949 beginnt auch die Geschichte der DDR-Schule, die bis Fall der Mauer 1989 währt.

Die wirtschaftliche Öffnung Chinas Ende der 70er Jahre und seine Hinwendung zum Westen bilden schließlich die Voraussetzung für eine Neugründung des Deutschen Schulvereins, der nach 1989 gesamtdeutsch agiert. Seit 2000 residiert die DSP auf dem Botschaftsgelände in der Liangmaqiao Lu und zählt zu den großen deutschen Auslandsschulen Asiens.

Historisches Klassenfoto aus der Anfangszeit
Historisches Gruppenbild von Schulern und Lehrkraften

1914 – 1946

Anfänge

Die erste Deutsche Schule in Peking beginnt ihren Unterricht am 16. Februar 1914 in einer Militärbaracke auf dem Stützpunkt der Kaiserlichen Marine-Infanterie, unweit der Deutschen Gesandtschaft.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird der Schulverein auf Betreiben der alliierten Siegermächte zunächst aufgelöst, bereits 1920 allerdings erneut gegründet. Auch dank junger Lehrer aus Deutschland kann das Unterrichtsniveau auf deutschen Standard gehoben werden, 1928 wird erstmals eine Abschlussprüfung für die Klasse 10 abgehalten. Nach 1933 setzt die Schule unter veränderten ideologischen Vorgaben ihren Lehrbetrieb fort. Die deutsche Kapitulation 1945 bedeutet mittelbar auch das Ende der Schule. Sie wird im November 1945 von der alliierten Militärkommission geschlossen, die verbliebenen deutschen Staatsangehörigen werden im Frühjahr 1946 ausgeschifft.

Schulerinnen und Schuler der ostdeutschen Schule in Peking
Schulgebaude und Szene vom Schulhof

1949 - 1989

DDR-Schule

Schon bald nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Oktober 1949 und dem Handelsabkommen im Oktober 1950 entsteht für die Mitarbeiter der DDR-Botschaft und der Handelsvertretung der Bedarf an deutscher Schulausbildung am Entsendungsort, und die Pekinger Schule konstituiert sich als eine von 12 Auslandsschulen der DDR. Zu Beginn der 60er Jahren ist sie nach der Moskauer Schule mit 28 Schülern die zweitgrößte Auslandsschule vor Ort.

Chinas Öffnung zum Westen, engere Kontakte zur BRD bei gleichzeitiger Abnahme der Beziehungen mit der DDR bereiten der Schule seit der zweiten Hälfte der 70er Jahre zunehmend Probleme, die zu einer Einschränkung des schulischen Angebots führen. Nach der Wiedervereinigung werden die Schüler der DDR-Schule in die Deutsche Botschaftsschule integriert.

Feierlicher Akt an der Deutschen Botschaftsschule
Schulerinnen und Schuler vor dem modernen DSP-Campus

1978 bis heute

Deutsche Botschaftsschule Peking

Nach dem Tod Mao Zedongs 1976 und der diplomatischen und wirtschaftlichen Öffnung des Landes wächst von Seiten der BRD das Interesse an einer Neugründung des Deutschen Schulvereins. Die Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen beschert der neuen Schule ein rasches Wachstum. 1994 wird sie als deutsche Auslandsschule offiziell anerkannt, 1998 absolviert der erste Abiturjahrgang seine Reifeprüfung. Mit dem Bezug des Neubaus an der Liangmaqiao Lu im Jahr 2000 und der Errichtung des Erweiterungsbaus 2008 etabliert sich die DSP als Zentrum der deutschen Community in Peking und Leuchtturm deutscher Bildung in China. 2018-19 erreicht sie mit 725 Kindern ihre bislang höchste Schülerzahl.

Die wachsende Zahl von Schülern mit chinesischem und bikulturellem Bildungshintergrund forciert in den Folgejahren die Internationalisierung der DSP und ihren Ausbau zu einer Bildungseinrichtung mit Begegnungscharakter.

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